Die Antihelden

Mauricio Saria Wolfhelm Angrist Elderon Marianna

Vor einiger Zeit machten die Götter ein paar junge Menschen zu ihren Spielsteinen, und führten diese auf verworrenen Wegen zusammen im Kampf wider böser Mächte. Diese jungen Streiter fühlen sich nicht als Helden, sondern vielmehr als vom Schicksal gebeutelt. Doch nach und nach kristallisiert sich heraus, daß die Wahl der Götter eine Gute war, denn allmählig entdecken diese sechs jungen Menschen die in ihnen wohnende Stärke. Werden sie die ihnen von den Göttern angedachte Mission erfüllen können? Welchen Plan haben die Zwölfe mit ihnen?

Bekanntmachung

Mauricio Geboren und aufgewachsen in Punin als Sohn eines Boron- und einer Hesinde-Geweihten, trat er stolz mit knapp 10 Götterläufen seine Ausbildung bei den Golgariten an. Nach erfolgreichem Abschluß diente er seinem Gott im Boron-Tempel von Punin höchst ergeben bis Bishdariel ihm seltsame Träume sandte: Eine Gans saß Seite an Seite mit einem Raben auf der Spitze eines großen Gebirges. Kurz entschlossen machte er sich auf, dem Willen seines Gottes zu folgen. Als er viele Meilen später eine Gruppe Reisender sah, die offensichtlich von einem Travia-Geweihten begleitet wurde und gerade einen Freund zu Grabe trugen (vor der Kulisse eines Gebirges), spürte er, daß Boron seine Schritte hier her zu diesen Leuten gelenkt hatte und schloß sich ihnen an.

Saria Lange Jahre lernte sie fleißig die Verwandlungsmagie an der Akademie der Verformungen zu Lowangen. Nach erfolgreicher Abschlußprüfung bat ihr langjähriger Lehrmeister Magister Elcarna sie um einen Gefallen. So zog Saria los Richtung Festum, die Hauptstadt des angrenzenden Bornland. Nach einigen Tagen entbehrlicher Reise sah sie sich jedoch unvermindert auf dem Weg liegen, als ihr Pferd unerwartet stieg und sie abwarf. Während hinter ihr der Klang der Hufe immer leiser und ferner wurde, näherten sich ihr ein halbes dutzend zähnefletschender Wölfe. Panisch versuchte sie einen Baum zu erklimmen, doch war dies nie Teil des Lehrplans in Lowangen gewesen und so stellte sie sich schließlich mit dem Mut der Verzweiflung den Wölfen zum Kampfe. Doch es kam anders...

Wolfhelm Lange Jahre war er glücklich gewesen in seiner kleinen Hütte nördlich von Lowangen. Er hatte Kräuter und Pilze in dem Garten der Natur gezüchtet und sie auf dem Markt in Lowangen verkauft. Doch dann lief ihm eine junge Frau über den Weg, die sich offensichtlich im Wald verirrt hatte. Er zeigte ihr den Weg zurück nach Lowangen und lernte ihre Reisegefährten sowie den Alkohol kennen. Als er am nächsten Morgen wieder zu sich kam, berichtete die junge Frau ihm stolz, einen Auftrag im Namen von ihnen allen angenommen zu haben. Verzweifelt nahm Wolfhelm sein neues Schicksal an.

Angrist Geboren und aufgewachsen in Baliho, begann er sehr jung das Noviziat der Travia-Kirche. Überglücklich empfing er mit 17 Jahren die Weihe der Travia. Nur wenige Monate später wurde er von Mutter Linai (Travia-Geweihte zu Baliho) gebeten, eine Nachricht an das ehrwürdige Paar in Andergast zu überbringen. So schulterte Angrist sein Kochgeschirr und wanderte seines Weges. Unterwegs begegnete ihm ein Waldelf, dessen Fremdartigkeit Angrist's Interesse weckte. Geduldig erzählt er diesem immer wieder über die Zwölfe. Und so langsam bekommt er auch den Dreh mit der Bratpfanne raus.

Elderon Der Wind flüsterte ihm von Elfensippen, die im Süden im heißen Sand leben sollen. Als er seiner Sippe von diesem Traum erzählte, wurde er ausgesandt, diesem nachzugehen. Kopfschüttelnd hat er die Menschenwelt kennengelernt, jedoch einen gewissen Respekt für die Riten der Travia-Kirche (Armenspeisung) entwickelt. Da seine Gefährten den selben Weg haben wie er, und ihn inzwischen auch die Neugierde gepackt hat, begleitet er diese.

Marianna Geboren und aufgewachsen in einer Kleinstadt im nördlichen Andergast, hat sie sich mehr schlecht als recht durch's Leben schlagen müssen. Mit Straßentanz verdiente sie lange Jahre ihr Geld. Dann begegnete sie einem jungen Mann, der nach und nach ihr Herz eroberte. Als er jedoch in die Ausbildung zu einem Freiherrn ging, blieb Marianna zurück. Von Sorgen geplagt, folgte sie einige Monate später dem Mann ihres Herzens. Dieser war zwischenzeitlich ungewollt offensichtlich in große Schwierigkeiten geraten. Ein paar Fremde halfen ihr, ihrem Geliebten sowie dem Freiherrn das Leben zu retten. Da jedoch die Ausbildungszeit noch einige Jahre andauern wird, haben die beiden Liebenden beschlossen, ihre Liebe einer Prüfung zu unterziehen. Während er bei dem Freiherrn verweilt und etwas anständiges erlernt, wird Marianna die Fremden begleiten und sich in Aventurien nach schöneren Orten als Andergast umschauen.

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