Kathrin

Kathrin

Ich bin der "Ossie" :) der Gruppe. Ja ja, Ihr lest richtig. Ich komme nämlich aus Schwerin, dem schönen "Landeshauptdorf" von Mecklenburg-Vorpommern. Stadt kann man dazu ja nicht mehr sagen, da inzwischen kaum noch Menschen in Schwerin wohnen.

Wieso ich nach Hamburg kam? Eigentlich wollte ich hier gar nicht hin, sondern hatte mir das hübsche Städtchen Lübeck als neuen Lebensmittelpunkt ausgewählt. Naja, es war das Übliche, was jeden jungen Menschen aus Schwerin und all den anderen Städten gerade in Meck-Pomm wegziehen läßt: die Berufsausbildung. Da es mit Chance drei ausbildende Unternehmen in Schwerin gibt, wovon zwei bestimmt irgendwelche Call-Center Agenturen sind, habe ich mich eben zum Wegzug entschlossen.

So kam ich nach Lübeck, wo ich in eine typische Studenten-WG zog, als einzige Nicht-Studentin... Ist schon deprimierend, wenn alles ausschläft und man selbst als einzige früh aufstehen und zur Arbeit stiefeln muß.

Schon ein Jahr später war der Lebensabschnitt Lübeck vorbei, da die Firma, bei der ich meine Ausbildung (Kauffrau für Bürokommunikationen) absolvierte, beschlossen hatte, die Zweigniederlassung Lübeck zu schließen. Einzige Möglichkeit für mich war ein Umzug nach Hamburg, um dort die Ausbildung in der Hauptniederlassung zu beenden.

Und nach drei Umzügen innerhalb dieser Großstadt (Die mir anfänglich deutlich zu groß war!), habe ich hier so langsam Wurzeln geschlagen.

Der Spieler:

Wie ich zum Rollenspiel kam? Dafür sind ein paar Kollegen verantwortlich. Kaum war ich in Hamburg im Kreis der neuen Kollegen der Hauptniederlassung, bekam ich mit, wie sich zwei Herren auf merkwürdigste Art und Weise beschimpften. "Du Ork!" und "Ach, Zwerg!" waren da zu hören. Da ich mein Leben lang begeisterte Nintendo-Spielerin (Zelda rules!) war und noch immer bin, war ich natürlich sofort hellwach und stellte - glaube ich - äußerst unqualifizierte Fragen. Dennoch wurde ich schlußendlich aufgeklärt, daß die beiden Herren sich regelmäßig zum "Warhammer"-Spielen trafen. Keinen Monat später erlebte ich meine erste Schlacht und habe die Zwerge und Orks mächtig verhauen mit meiner Armee der Untoten.

Nach diversen Schlachten ging mir allmählich das Sieg-oder-Niederlage Prinzip von Warhammer auf die Nerven. Daher war ich auch völlig aufgeschlossen, als der Zwergenspieler vorschlug, es doch mal mit "Das Schwarze Auge" zu versuchen. Ich hatte von Rollenspielen außerhalb von PC, Nintendo etc. noch nie etwas gehört und konnte mir kaum vorstellen, wie das ablaufen und funktionieren sollte. Als jedoch der Abend kam, ich mir eine Streunerin erstellt hatte und mit völligem Unverständnis merkwürdige Würfel rollte, hatte ich erstaunlich viel Spaß. Das DSA-Fieber hatte mich gepackt! Leider zerfiel diese Gruppe bereits nach diesem ersten Abend. Da stand ich nun, angefüttert und allein gelassen...

Kurz entschlossen ergriff ich die Initiative und schaute mich nach Aushängen in den Rollenspielläden Hamburgs um und fand gleich zwei interessant klingende Spielergesuche. Der erste Anruf verlief sehr kurz: Es meldete sich ein Anrufbeantworter, dessen Text so unheimlich und mysteriös gehalten war, daß ich vor Schreck gleich wieder auflegte. Der zweite Anruf blieb jedoch ebenfalls ohne Erfolg, da man dort bereits einen neuen Spieler gefunden hatte und es erstmal mit diesem "versuchen" wollte.

Also, traf ich schweren Herzens die Entscheidung, mich noch einmal an diesen merkwürdigen Anrufbeantworter zu wagen. Diesmal erreichte ich eine junge Frau. Wir verstanden uns auf Anhieb prima und stellten gleich einige Gemeinsamkeiten fest. Nur ein paar Tage später trafen wir uns in einer kleinen Kneipe, besprachen das Wesentliche und kreierten mir einen neuen Charakter.

Das war etwa im Oktober 1998.

Die Charaktere:

Ich bevorzuge Helden, denen man erst auf dem dritten Blick anmerkt, wer oder was sie wirklich sind. So ist mein unstreitiger Liebling eine junge Dame, die lautstark verkündet, daß sie "die Größte Magierin ganz Dere's" sei. Wehe dem Gefährten, der dies wirklich glaubt, denn außer ein paar Illusionen kann die kleine Scharlatanin nicht wirklich irgendetwas ausrichten. Doch ist dies längst nicht ihr einziges Geheimnis.

Außerdem bewundere ich Elfen! Gespielt habe ich erst einen, da ich mich kaum wage, diese zu spielen. Vielleicht tauchen gerade deswegen gern immer wieder Elfen als NSC's auf, wenn ich meistere.

Geweihte sind - wie ich finde - auch sehr reizvolle Charaktere. Wobei ich hier Phex, Aves und Tsa bevorzuge.

Und dann sind da noch die Magier... Allerdings finde ich, daß Magier ihren Reiz verlieren, wenn sie zu gut werden.

Die Regionen:

Ich liebe Thorwal und Almada! Ja, das ist ein riesiger Kontrast. ;)

An Thorwal hängt mein Herz, da die Bewohner dieses Landes so herzlich sind. Außerdem ist in Prem meine Ottajasko angesiedelt, die ich im Thorwal-Briefspiel betreue.

Und Almada? Heißblütige Männer, Rhythmen, die ins Blut gehen und einfach ein wunderschönes Land. Was bleibt da noch zu sagen?

Kathrin als Meister:

Wenn Kathrin in die Rolle des Meisters schlüpft (dies tut sie oft und gern), dann hat Aventurien gut und gerne noch mal das doppelte an Mythos. Sie schafft es, daß ich beim spielen nicht nur meinen Helden gefordert sehe, sondern auch mich selbst. Kathrin's Devise scheint zu sein: man nehme ein hohes Maß an Komplexität, einen riesigen Stapel Handouts (deren Sinn die Spieler zu ihrem Ärger meist gar nicht erst erkennen. hihi...), eine gehörige Portion Heldentum (von dem Rest Aventurien meist leider nichts mitbekommt) und mische dies mit Spielern die dadurch zwischen Faszination und Wahnsinn hin und her getrieben sind.
Ich freue mich schon auf Jahr des Feuers und den Orkensturm.
[Quelle: Klaus]
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