Der Löwe und der Rabe

Epilog

Einst fanden ein Mann in einer Uferböschung ein kleines Bündel. Ein klägliches, leises Wimmern hatte ihn darauf aufmerksam gemacht. Was er dort vorfand, war ein Baby. Für sein Alter schon recht groß und kräftig. Auch zeugten schon damals der rote Flaum der das Köpfchen zierte von der thorwalschen Abstammung des Kindes.

Der Mann nahm das Kind an sich und zog es als das seinige auf. Und so wurde Charis - wie er sie nannte - mit der Zeit ein vollwertiges Mitglied der Besatzung seines Schiffes, der Rastullah's Zorn.

So hatte mir mein Vater immer wieder die Geschichte erzählt, wie ich einst zu ihm kam. Noch heute schwört er tausend Eide, daß ich wahrlich ein Geschenk Swafnirs war. Und ich will es gerne glauben. Liebe ich doch das Leben eines Piraten ebenso sehr, wie er.

Er, dessen Namen jeder Seefahrer in Ehrfurcht ausspricht und gleichzeitig, immer bedacht ist, nicht seinen Zorn auf sich zu ziehen. Gibt es doch viele Erzählungen, daß der gefürchtete El Hakir wieder einmal ein Schiff geentert hätte.

Doch soll dies Buch nicht von seinen Taten berichten, sondern vielmehr davon, wie ich den Krieg, den die verhaßten Al'Anfaner angezettelt hatten, erlebt habe.

Ebenso soll es die Heldentaten derer preisen, die mir teure Freunde und nie vergessenen Kameraden waren.

Boron sei ihrer Seelen gnädig!

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